Terra. Landlosenbewegung in Brasilien

Terra. Landlosenbewegung in Brasilien

 

„Was ich möchte ist, dass sich die Welt der Probleme und der Menschen erinnert, die ich fotografiere. Ich möchte eine Diskussion entfachen über die Dinge, die auf der Welt passieren und mit diesen Bildern Debatten auslösen. Sonst nichts“ Sebastião Salgado

 

Sebastião Salgado gilt als einer der bedeutendsten sozialdokumentarischen Fotografen der Welt. In den vergangenen 40 Jahren wurde der Brasilianer Zeuge wichtiger Ereignisse der Menschheitsgeschichte – von internationalen Konflikten, Kriegen, Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Im Rahmen des Projektes „Workers“ entstanden diese Bilder über die Landlosenbewegung in Brasilien „Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra“ (MST). Die bis 1997 entstandenen Bilder zeigen den alltäglichen Kampf um Land. Seit der portugiesischen Kolonialisierung im 16. Jahrhundert zieht sich der Kampf um Land wie ein roter Faden durch die Geschichte Brasiliens. Trotz vieler Reformversuche fördert die Regierung große Firmen, die für den Export produzieren. Viele Kleinbauern gehen leer aus. In den vergangenen Jahren verloren zahlreiche Menschen durch menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Hunger, Privatmilizen oder die Polizei ihr Leben.

 

Die Ausstellung wird im Internationalen Begegnungszentrum IBZ vom 30. September bis 27. Oktober gezeigt und kann Mo, Di und Do von 14 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden.

 

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Ausländerrat Dresden e.V. ausgerichtet. Die Ausstellungseröffnung am 30. September findet im Rahmen der 25. Interkulturellen Tage Dresden statt.