s könnte so schön sein. Doch irgendwo sind uns die positiven Zukunfts­visionen abhanden gekommen. Allein mit Gegen­warts­kritik und der Behandlung von Krisen­symptomen ist es nämlich längst nicht getan. Wir müssen nach vorn denken. Wir brauchen Utopien. Sie helfen uns, die Strecke zwischen heute und morgen zu vermessen und sind zugleich auch der Kompass für einen Kurs in Richtung lebens­werte Zukunft.

Im zehnten Festivaljahr haben wir unter dem Titel »Utopie – Es könnte
so schön sein« Ausschau nach utopischen Ideen und realen Utopien gehalten und mit Expert­Innen und Besucher­Innen disku­tiert, welche Rolle Utopien für einen Wandel zur Nach­haltig­keit spielen.

Früher war alles besser, auch die Zukunft

Was denkst Du, wie wird die Zukunft?

Wenn man das Schicksal mal außer Acht lässt, weil die meisten unter uns ja kein:e Wahrsager:innen sind, dann muss man festellen, dass über die Zukunft nachdenken auch schonmal einfacher war, oder? Wo fängt man da an? Worauf greift man zurück? Wo schaut man hin, welche Perspektiven nimmt man ein? Zukunftsbilder begegnen uns alltäglich in Filmen und Büchern, in Magazinen und Zeitungen vor allem als Prognosen wissenschaftlichen Fortschritts, als Science-Fiction und Technikfantasien, die immer schneller von der Realität eingeholt werden. Technischer Fortschritt allein sorgt heute hierzulande ja kaum noch für positive Zukunftsbilder, wenn diese nicht auch von überzeugenden gesellschaftlichen oder politischen Zukunftsentwürfen begleitet werden. Die Frage lautet: Wo soll es lang gehen, wie wollen wir leben?